Canada

Ein Kommen Und Gehen

Posted in Auswandern, Canada on July 6th, 2008 by mike – 2 Comments

Es ist wieder mal an der Zeit, Neues zu berichten. Am 1. Juli war Canada Day (der Nationalfeiertag hier) was wir auch gleich für einen verlängerten Wochenendausflug nutzten. Wir starteten also Freitag Abend Richtung Calgary und kamen auch schon nach (für kanadische Verhältnisse) nur etwas mehr als 3 Stunden dort an. Und jetzt die schlechte Nachricht für alle die in Edmonton wohnen: ja, es ist wahr, Calgary ist die schönere Stadt. Das liegt wohl vor allem daran, dass es dort eine “richtige” Downtown mit vielen Hochhäusern, einer Fussgängerzone und netten Restaurants mit Garten gibt. Und es gibt hier sogar Hügel :-) Den grössten Reiz übt aber wahrscheinlich die Nähe zu den Rockies aus.<!–more–>

Dorthin waren wir auch am nächsten Tag unterwegs und nach einem kleinen Zwischenstopp in Canmore kamen wir dann in Banff an. Was für ein Unterschied zu Jasper. Es ist so als wolle man Sankt Moritz mit einem kleinen ruhigen Bergdörfchen vergleichen. Banff ist sehr schön, vor allem das riesige Schlosshotel ist beeindruckend. Aber im grossen und ganzen ziehe ich doch das kleine Bergdorf vor.

Aber wir waren noch auf einem sogenannten Trail Riding Ausflug, ein Ausritt zu Pferde durch die Wälder rund um Banff. Und es war sehr beeidruckend. Die Kinder können gar nicht mehr von etwas anderen schwärmen. Etwas, dass wir unbeding wiederholen müssen!

Danach fuhren wir über den Icefield Parkway zurück nach Edmonton um auch rechtzeitig zum Feuerwerk wieder in der Stadt zu sein. 

Leider mussten wir an diesem Tag gute Freunde von uns verabschieden, da die ganze Familie wieder zurück nach Deutschland geflogen ist. Der Abschied ging uns sehr nahe, da wir in den letzten Monaten viel miteinander unternommen haben und uns die Familie sehr ans Herzen gewachsen ist. Vor allem unseren Kindern fehlen die neuen Freunde. Ich hoffe ihr seid gut angekommen und grüsst Lindau von uns!

Abends gingen wir dann mit den Kindern nach Downtown wo dann um 11 Uhr die wirklich beeindruckende Feuerwerks-Show losging. Ja liebeSchweizer, da könnt ihr euch noch ein Stückchen abschneiden. Auch war die Maple-Leaf Dichte um einiges höher als die Schweizerkreuz-Dichte am 1. August.

Am gleichen Abend kam aber auch schon ein “Neuer” aus Deutschland hier in Edmonton an. Ein junger Kerl aus Bremen, der mit seinem Jahres-Visa hier in Edmonton mal sein Glück versuchen will. Diese Einstellung bewundere ich und ich hoffe ich kann ihm helfen, seinen Traum hier zu verwirklichen. Matthias ist ein sehr netter Kerl und ich glaube er hat hier noch eine richtig gute Zukunft. Lest mal sein blog unter http://findorff.org/blog/, da könnt ihr sehen dass es wirklich nicht so schwierig ist hier Fuss zu fassen. Etwas Mut natürlich vorausgesetzt.

Die Bilder unseres Ausflugs werde ich auf Picasa veröffentlichen und Euch dann die Links hier im Blog posten. Gebt mir noch kurz Zeit…

Damit schliesse ich den kurzen Zwischenbericht für diese Woche ab. Ich plane wieder ein bisschen mehr technische Blogs zu schreiben, dann aber wieder auf Englisch. Es wird da vor allem um meine Erfahrungen mit asp.net und .net 3.5 gehen. Trotzdem versuche ich Euch über Neugkeiten aus Edmonton auf dem Laufenden zu halten.

Das ganz normale Leben…

Posted in Auswandern, Canada on June 16th, 2008 by mike – 5 Comments

…ja, ich weiss ich sollte oefters was in den Blog schreiben! Aber um ehrlich zu sein: soviel Neues passiert im Moment nicht. Das ganz normale Leben haelt auch bei Neueinwandern irgendwann Einzug und alles geht in einem fast ganz normalen Trott weiter. Nicht dass es uns schon langweilig wird…

Ganz im Gegenteil: im Moment benutzen wir noch jedes freie Wochenende dazu, das Land besser kennen zu lernen. Wir waren in Jasper in den Rocky Mountains, ca. 4 Stunden von hier und konnten dort etwas Heimweh abstreifen. Ein sehr schoenes, idyllisch gelegenes Staedtchen mitten im Nationalpark. Waeren nicht die ganzen Schilder auf englisch koennte man meinen irgendwo in den Alpen gelandet zu sein. Dieser Ort wird sicher zu einem dauerhaften Ausflugsziel fuer uns. Sogar die Kinder waren begeistert, obwohl sie wandern mussten :-) .  [more]

Wir haben auch die ganzen Parks hier in Edmonton durchstreift und davon gibt es hier endlos viele. Im Sommer ist es eine richtig lebenswerte Stadt. Allerdings warnt mich hier jeder dass das im Winter ganz anders wird. Mal sehen…

Die Kinder machen grossartige Fortschritte mit ihrem Englisch aber es geht auf die Sommerferien zu und ich hoffe, dass sie in den 8 Wochen nicht alles wieder vergessen.

Manchmal werde ich auch gefragt ob es denn gar nichts negatives ueber Kanada zu berichten gibt. Und natuerlich gibt es solche Sachen aber die uebersieht man meistens in der Euphorie endlich angekommen zu sein und es macht auch nicht so viel Spass ueber die schlechten Sachen zu berichten. Aber um der Sache gerecht zu werden, hier ein paar Dinge:

Gebaut wird schlecht. Wenn man die Bauqualitaet mit der unseren vergleicht, stehen einem die Haare zu Berge. Nach ein paar Wochen im neuen Haus sind uns so einige Sachen aufgefallen, die es so zu Hause nicht geben wuerde. Tueren und Fenster haben so gut wie keinen Anschlag oder Falz und es zieht wie Hechtsuppe. Mal sehen wie sich das im Winter auswirkt. Gebaut wird generell mit Spanplatten was das Ganze extrem hellhoerig macht. Und da es hier in dem Sinn keine Facharbeiter gibt (ausser importierte), laesst die Ausfuerung z.T. sehr zu wuenschen uebrig.

 

Die entspannte Haltung der Kanadier die man zum einen Teil bewundert kann einen Mitteleuropaeer aber auch zur Weissglut bringen. Termine werden hier relativ relaxed gesehen und wenn's nicht heute ist, dann ist es eben naechste Woche…

 

mehr negative Punkte fallen mir so auf die Schnelle nicht ein aber ich verspreche, dass ich mir naechstes Mal mehr Muehe mit "Canada Bashing" geben werde

Der naechste Bericht folgt dann nach dem grossen Feiertag (Canada Day) am 1. Juli. Dann werde ich ein bisschen ueber Calgary berichten

Wir sind zu Hause

Posted in Auswandern, Canada on April 29th, 2008 by mike – 1 Comment

Wir haben jetzt ziemlich genau den ersten Monat hinter uns und kommen so langsam aber sicher zur Ruhe. In den letzten Wochen haben wir alles erledigt, was anfällt, wenn man nach Übersee zieht. Von Autokauf über Wohnungssuche, Behördengänge usw… [more]

Ja, es war ein ziemlicher Stress bis wir alles zusammen hatten und wir hatten noch nicht gerade viel Zeit uns die Umgebung anzusehen. Was aber gar nicht so ins Gewicht fiel, da wir letzte Woche einen kleinen Wintereinbruch mit 20 cm Schnee hatten – aber jeder hier versichert mir, dass es jetzt doch Frühling werden soll ;-)

Aber nun haben wir unser Auto (einen Dodge Journey, netter kleiner Familienvan), haben unser amerikanisches Häuschen gefunden (leider ohne Porch und rundherum wird noch gebaut), die Möbel ausgesucht und wir werden dort am 1. Mai einziehen und dann langsam aber sicher wird das normale Leben wieder bei uns einkehren.

All das war mit einer Menge Rennerei und Papierkrieg verbunden und um jedem, der auch mal hier her ziehen will, einige Leerläufe und Fehler zu ersparen, wollte ich hier kurz mal auflisten was denn so alles im Einzelnen zu tun ist:

  

Ankunft in Kanada

  1. Das wichtigste (nach dem Visum und der Arbeitserlaubnis) ist die SIN (Social Insurance Number), die Sozialversicherungsnummer. Ohne die können keine Löhne ausgezahlt werden und man kann auch nicht zum Arzt. Hier haben wir den Fehler gemacht, dass ganze per Post zu erledigen. Bitte macht dass nicht! Geht nach der Ankung mit all Euren Papieren zur kanadischen Regierungsvertretung (der Canada Place hier in Edmonton) und dort zur Abteilung “Services Canada”. Dort kann das Ganze innerhalb kurzer Zeit abgewickelt werden und ihr müsst nicht wie wir ewig auf diese blöde Nummer warten. Denn ohne die seid ihr hier aufgeschmissen
  2. Nachdem ihr die SIN habt, geht zur Health Care (in jeder Provinz etwas anders) und beantragt die Krankenversicherung für die ganze Familie.
  3. Am besten gleich auch noch ein Bankkonto mit Bank- und Kreditkarte eröffnen. Hier wird alles mit Karte gemacht, sogar Kleinsteinkäufe unter fünf Dollar werden mit der Karte bezahlt. Und bestellt euch gleich Schecks mit – auf Rechnung bekommt man hier als frischer Immigrant gar nichts, jeder will die Kreditkarte oder einen Scheck (für Miete usw…). Und beim Internetbanking sind sie ganz weit hinten…
  4. Gewöhnt euch daran, für alles und jeden irgendwelche security deposits zu hinterlegen, eine Art Sicherheit damit mGean auch ja nicht ohne zu bezahlen wieder abhaut

  

Autokauf

  1. So ziemlich das Erste was man hier braucht ist ein Auto. Da der ganze Autokauf in der Regel nicht so schnell geht sollte man sich die ersten 3 bis 4 Wochen ein Auto mieten.
  2. Von zu Hause sollte man unbedingt folgende Infos mitnehmen
    • eine amtlich beglaubigte Übersetzung des Führerscheins
    • eine Versicherungsbestätigung eurer Autoversicherung, damit man nachweisen kann, dass man in Europa auch unfallfrei mit dem Auto gefahren ist (auf Englisch)
    • eine Verkehrsregisterauszug des Verkehrsamt um nachzuweisen, dass man keine Unfälle oder Strafen hatte (auf Englisch)
  3. mit diesen Infos kann man eine relativ günstige Autoversicherung finden (unter 1500 $ / Jahr), ohne die Infos wird man als Führerscheinneuling eingestuft, was die Vollkasko für einen Neuwagen auf 2500 bis 3400 $ / Jahr bringen kann. Die Vorarbeit lohnt sich also!
  4. Danach muss man sich einen kanadischen Führerschein ausstellen lassen. Kopiert bitte euren originalen Führerschein, da dieser eingezogen wird und nicht mehr zurückgegeben wird. Ausserdem brauht ihr eine amtlich beglaubigte Übersetzung des Führerscheins. Ohne die läuft gar nichts… Als Fahrzeuglenker aus Mitteleuropa bekommt man die Drivers License anstandslos, dauerte bei mir gerade mal 20 Minuten.
  5. Danach muss man sich ein entsprechendes Auto aussuchen und, wie überall auf der Welt, sich vor Autoverkäufer in Acht nehmen und feilschen, feilschen, feilschen… Die Tageszeitungen sind zwar randvoll mit Neuwagen und Gebrauchtwagen, dort sind aber immer nur die Einstiegsmodelle drin, Geht man dann zum Autohändler unterscheiden sich die effektiven Preise der Autos (die auch sofort verfügbar sind) deutlich! Meist so gegen 30%. Neuwagen sind verglichen mit Europa relativ günstig, Gebrauchtwagen allerdings dann wieder relativ teuer. Wir haben uns für ein Leasing entschieden – wenn man das Auto bar kaufen kann spart man sich natürlich eine Menge Geld.
  6. Nachdem man dann den Vertrag unterschieben hat, die Versicherung abgeschlossen hat und einen kanadischen Führerschein hat, muss man sich zuerst eine Nummerntafel holen. Das geht dann aber relativ unkompliziert innerhalb von 10 Minuten.
  7. Erst dann kann man sich in seinen ersten kanadischen Wagen setzen und losdüsen – hier eine kleine Info: zumindest hier in Edmonton gibt es eine Menge mieserabler Autofahrer…

  

Unterkunft

  1. Bei der Suche nach einer neuen Wohnung oder Haus sollte man sich entsprechend Zeit lassen um die richtige Umgebung und die richtigen Schulen zu finden. Wir haben dafür 4 Wochen gebraucht. Da ein Hotelzimmer über so einen langen Zeitraum zu teuer und zu klein wäre, haben wir uns dazu entschlossen den ersten Monat in einer temporären, voll möblierten Wohnung unterzukommen.
  2. Hier in Kanada ist Kaufen einfacher als Mieten was die Suche nach einem Mietobjekt dementsprechend erschwert. Wer natürlich das entsprechende Kleingeld hat kann sich direkt an einen Makler wenden. Ein durschnittliches Haus mit 3 Schlafzimmern kostet hier in Edmonton ca. 350′000 $, die entsprechende Miete dafür ca. 1′700. Miete und Kauf sind etwas teurer als ich anfangs gedacht oder gehofft habe aber immer noch die billigsten wenn man es mit anderen Städten wie Vancouver oder Toronto vergleicht. Dort zahlt man für das Gleiche 50% mehr…
  3. Mit den Möbeln ist es hier so eine Sache… Sie sind extrem hässlich (zumindest was es den europäischen Geschmack angeht)! Der durschnittliche Kanadier findet es einfach geil, wenn die Inneneinrichtung im barocken Stil des 17. Jh gehalten ist :-( Und die Verarbeitung lässt stark zu wünschen übrig. Unsere Sache war’s nicht und da wir uns entschieden hatten, nicht alles nach Kanada zu verschiffen, mussten wir uns wieder auf IKEA zurückbesinnen. Am Ende ist es eine Frage des Geldes, wieviel man für die Übersiedlung ausgeben will aber wer zu Hause gute und schöne Möbel hat, sollte sie vielleicht mitbringen. Einen kleinen Vorgeschmack was kanadische Möbel betrifft findet ihr unter http://www.thebrick.com.
  4. Strom, Gas und Abwasser sind meist Sache des Mieters (zumindest wenn man ein Haus mietet) und auch die wollen alle zuerst mal ein security deposit…
  5. Für Telefon, Internet und Kabel gibt es mehrere Anbieter, will man allerdings alles aus einer Hand kann man hier in Edmonton nur zwischen Telus und Shaw wählen. Beide bieten relativ günstige Telefonanschlüsse an und für ca. 50 $ / Monat bekommt man 1000 Freiminuten nach Europa.

  

Verkehr

  1. Hauptverkehrsmittel hier in Nordamerika ist das Auto.
  2. Da meine Frau das Auto hat und ich mit dem Bus zur Arbeit fahre, weiss ich auch warum! Öffentlicher Verkehr ist zumindest hier eine Katastrophe aber mit etwas Gedult kommt man irgendwann auch an…

 

So, dass war diesmal ziemlich ausführlich, sollte aber doch noch jemand Fragen haben, meldet Euch einfach. wir helfen gerne weiter wo wir können.

An alle unsere Freunde und Bekannte: ab 1. Mai könnt ihr uns an folgende Adresse schreiben:

6108 Stinson Way

Edmonton, AB, T6R 0K2

Telefon kommt noch… Und Bilder vom Haus und vom Auto stelle ich auch nächstes Mal online.

Schöne Grüsse aus Edmonton

Die Familie Dobler

Die ersten Arbeitstage…

Posted in Auswandern, Canada on April 15th, 2008 by mike – 3 Comments

Nach der ersten ereignisreichen Woche hier in Edmonton hatte ich nun am Montag, dem 7. April meinen ersten Arbeitstag! Obwohl AD Williams noch mit dem Verlust von Reagan Williams zu kämpfen hat wurde ich sehr herzlich empfangen. Ganz kanadisch wurde ich zur ersten Tasse Kaffee eingeladen, bevor ich auch nur einen Streich gearbeitet habe. 

Am Vormittag ging die Vorstellungsrunde los und ich konnte mir nicht mal ein Zehntel der Namen merken – obwohl ich anscheinend allen bekannt war (”Oh, you’re the Austrian guy…”). Nach der ersten Sitzung mit meinem Chef Santiago Gomez und dem neuen Präsidenten Naseem Bashir wurde mir klar, dass hier wohl Arbeit für die nächsten 5 Jahre auf mich wartet ;-) bedeutet wohl, dass wir länger hier bleiben werden.

Danach bezog ich mein fensterloses Kämmerchen, in dem mir der Ausblick auf die Riverbank und den North Saskatchewan verwehrt bleibt. Aber ich habe mein eigenes Büro und muss mir nicht eines der Cubicles teilen – ich nehme daher an, dass es sich da wohl um ein Feature handelt…

Gleich beim Lunch wurde mir bewusst, dass in Kanada doch alles anders ist (und besser): ich liess wieder mal meine Jacke liegen inklusive iPod, Telefon, Schlüssel, … – aber anders als bei uns wartete die Jacke bei der Security des Gebäudes geduldig auf mich – nicht mal der iPod hat gefehlt.

 

In der Woche davor haben wir Edmonton von links nach rechts und von oben nach unten auf der Suche nach netten Häusern durchquert. Gefunden haben wir einiges, aber es war entweder heruntergekommen, zu teuer oder zu weit ausserhalb. Aber zumindest die Kinder haben sich für eine Schule entschieden, die “Rio Terrace”. Jetzt müssen wir nur noch was in der Nähe finden.

 

Grüsse aus Edmonton

Mike

Endlich angekommen

Posted in Auswandern, Canada on March 28th, 2008 by mike – Be the first to comment

Nach monatelangen Vorbereitungen, wochenlangem Stress, ein paar schlaflosen Nächten und 17 Stunden Flug kamen wir am 27.3.2008 um 23:00 Uhr endlich in unserer neuen Heimat Edmonton an [more]

Hundemüde von dem langen Flug konnten wir uns gerade noch aufraffen um unser Mietauto abzuholen und ins nächste Hotelbett zu fallen. Vorher mussten wir beim Mietauto jedoch noch ein Upgrade vornehmen, damit auch alle unsere 12 Koffer im Auto Platz hatten.

Noch nicht ganz ausgeschlafen, aber aufgeregt, unsere neue Heimat zu erkunden, sprangen wir am nächsten Morgen ins Auto und fuhren Richtung Downtown. Die Strecke vom Flughafen in die Stadt wirkte auf uns etwas ernüchternd, da wir durch die Industriezone Edmontons fuhren und Alberta selbst gerade erst aus dem Winterschlaf erwacht. Es bot sich uns daher ein etwas düsteres und graues Bild, dass meiner Frau dann schon etwas Angst machte.

Die Downtown selber war dann mit den ganzen Hochhäusern schon beeindruckender. Da die Gegend rund um Edmonton sehr flach ist, erhoben sich die Hochhäuser der Innenstadt aus dem Flusstal, als wir der Stadt entgegenfuhren. Wir parkten dann auch bei der ersten Gelegenheit in der Jasper Avenue um die Stadt zu Fuss zu erkunden. Die Telus Towers, die mir vorher nur von Google Earth bekannt waren, dienten uns dabei als Wegweiser zu meiner neuen Firma. Da angekommen konnten wir es uns nicht verkneiffen uns dann auch direkt bei ADWE zu melden.

Ich würde jetzt gerne davon berichten, wie herzlich wir empfangen wurden und wie sehr mir alles gefallen hat (was auch wirklich der Fall war), leider wurde unser Ankommen in Edmonton von einem furchtbaren Unfall überschattet.

Kurz nach dem Mittagessen mit meinem Chef kamen wir zu ADWE zurück wo gerade die ganze Belegschaft zu einer Sondersitzung zusammengerufen wurde. An dieser Sondersitzung wurden allen mitgeteilt, dass Reagan Williams, der Präsident von ADWE, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Das besonders tragische daran ist, dass sein Vater, Allan Williams, CEO der Firma, bei einem ähnlichen tragischen Flugzeugunglück im Herbst des Vorjahres ums Leben kam.

Wir, meine Familie und ich, die mich zu diesem Zeitpunkt begleitete, waren wie alle Mitarbeiter bei ADWE geschockt von diesem tragischen Ereignis und ich möchte hiermit der Familie Williams wie auch allen Mitarbeitern mein herzlichstes Beileid aussprechen.

Alle, die an dieser Stelle Fotos unserer Ankunft und Berichte, wie schön und toll und aufregend die ersten Tage in Edmonton sind, erwartet haben, muss ich bis auf weiteres vertrösten, da uns allen nicht mehr nach fotografieren und Sight Seeing mehr zumute war.

 

In Gedenken an Reagan und Allan Williams

Familie Dobler

Oh Canada

Posted in Auswandern, Canada on January 27th, 2008 by mike – 3 Comments

Ja, endlich scheint es soweit zu sein. Nachdem ich jahrelang jedem den ich kenne mit meinen Geschichten vom Auswandern auf die Nerven gegangen bin, wird mein Traum nun endlich wahr. Wir gehen nach Edmonton! [more]

Nach langen Verhandlungen, traurigen Ereignissen und Verzögerungen erhielt ich endlich (wenn auch sehr unerwartet) einen Arbeitsvertrag von A.D. Williams Engineering (http://www.adwilliams.com), einem bekannten und renomierten Ingenieursbüro im Herzen der City. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bei Santiago Gomez bedanken, der mit seiner Ausdauer und Hartnäckigkeit dafür gesorgt hat, dass dieser Traum in Erfüllung geht.

Danken möchte ich natürlich auch dem Firmeninhaber Reagan Williams und auch der Personalmanagerin Sarah Burkhard, die die Mühe auf sich genommen haben, mich nach Kanada zu bringen.

Ich danke auch Mr. Arjuna Ranasinge von Unison HR (http://www.unisonhr.com), der mir diesen grossartigen Job vermittelt hat und mir helfen wird, die Immigration so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen. Übrigens herrscht Facharbeitermangel in Alberta! Darum sucht Arjuna noch drigend IT Fachleute, Ingenieure alle Art und Handwerker, die auch davon träumen, nach Kanada auszuwandern. Meldet euch einfach bei ihm über die Webseite oder schreibt ihm ein E-Mail an aranasinghe@unisonhr.com. Einfach "Mike Dobler sent me" reinschreiben, und er weiss, worum es geht. Die Anfragen aber bitte nur in Englisch, bei Unison HR spricht man kein Deutsch. Sollte jemand Probleme dabei haben, meldet euch doch einfach bei mir und ich schau mal, ob ich helfen kann (m.dobler@steepvalley.net).

Du meine Güte, die ganzen Danksagungen klingen ja schon ein bisschen nach der Oscar-Verleihung, ich sollte jetzt wohl besser aufhören…

 

Ich werde in Zukunft in diesem Blog über meine Erfahrungen mit der Immigration, dem Leben und Arbeiten in Kanada und über andere (vielleicht) hilfreiche Themen schreiben. Ihr könnt mir gerne Kommentare und Anfragen zusenden, ich werde versuchen, diese zu beachten oder zu beantworten.

 

Und noch schnell an alle meine Bekannten, Verwandten und Arbeitskollegen: sobald wir uns ein bisschen häuslich eingerichtet haben, seid Ihr natürlich herzlich eingeladen uns zu besuchen, wir freuen uns schon. Telefonnummern und Anschrift kommen noch.

Hilfreiche Links:

ADWE's website: http://www.adwilliams.com

Unison HR's website: http://www.unisonhr.com

Working in the heart of Edmonton: (google maps link)

About Edmonton: http://www.edmonton.com